Avignons Geschichte hängt untrennbar mit der katholischen Kirche zusammen. Im 14. Jahrhundert, genauer von 1309 bis 1377, wurde die Stadt zum Sitz der Päpste, eine Periode, die als "Avignonesisches Papsttum" in die Geschichte einging. Dies führte zum Bau des Papstpalastes, der als religiöses, politisches und kulturelles Zentrum Europas diente und Avignon zu einer der wichtigsten Städte der damaligen Zeit machte.
Die mittelalterlichen Stadtmauern, die die Altstadt noch heute vollständig umschließen, sind ein weiteres Zeichen dieser Epoche und zeigen die strategische Bedeutung der Stadt. Neben dem Papstpalast prägten zahlreiche Kirchen, Kapellen und Adelshäuser das Stadtbild. Die wechselvolle Geschichte Avignons, von römischen Ursprüngen über die päpstliche Ära bis hin zur Französischen Revolution, hat eine eigene kulturelle Identität geschaffen, die sich in der Architektur, den Traditionen und der Kunst der Stadt zeigt.
Heute ist Avignon ein Zentrum für Kunst und Kultur, bekannt für sein jährliches Theaterfestival, das Festival d'Avignon, welches Tausende von Besuchern anzieht. Die Stadt bewahrt ihr Erbe, und man wandelt auf den Spuren der Päpste und Könige, während man die moderne provenzalische Lebensart genießt. Museen und Galerien ergänzen das Angebot und zeigen Kunst und Geschichte der Region.