Die Kultur Balis ist vom Hinduismus geprägt, der hier eine eigene Form angenommen hat, bekannt als "Agama Hindu Dharma". Diese Religion durchdringt jeden Aspekt des täglichen Lebens, von den kunstvollen Opfergaben ("Canang Sari") auf Bürgersteigen und Schreinen bis hin zu den Tempelzeremonien. Balinesen glauben an die Harmonie zwischen Gott, Mensch und Natur, was sich in ihrer Architektur, Kunst und ihrem sozialen Gefüge abzeichnet. Die Insel ist übersät mit Tausenden von Tempeln, die diese Spiritualität zeigen.
Die Geschichte Balis ist geprägt von einer kulturellen Entwicklung, die über Jahrhunderte hinweg von indischen, chinesischen und javanischen Einflüssen geformt wurde. Nach einer Zeit unabhängiger Königreiche geriet Bali im 19. und frühen 20. Jahrhundert unter niederländische Kolonialherrschaft, was jedoch die Kultur der Insel nicht zerstören konnte. Im Gegenteil, viele Traditionen und Künste wurden bewahrt und weiterentwickelt, darunter der berühmte Kecak-Tanz, der Barong-Tanz und die filigrane Holzschnitzerei sowie die Batik-Kunst.
Bali ist auch bekannt für seine Kunstszene, insbesondere in Ubud, das als kulturelles Zentrum der Insel gilt. Hier finden sich zahlreiche Galerien, Museen und Ateliers, in denen Künstler ihre Werke ausstellen und traditionelle Handwerkskünste praktiziert werden. Die Balinesen sind von Natur aus künstlerisch begabt, und man sieht oft, wie sie ihre Tempel und Häuser mit aufwendigen Schnitzereien und Malereien verzieren. Diese Verbindung zu Kunst und Spiritualität macht Bali neben seinen Stränden zu einem Reiseziel.