Der Beowa National Park ist kulturell und historisch bedeutsam. Das Land ist seit Tausenden von Jahren die Heimat der Yuin-Nation, insbesondere der Thaua-Sprecher. Ihre Verbindung zum Land und zum Meer zeigt sich in den zahlreichen Artefakten, Muschelhaufen und heiligen Stätten im gesamten Park. Die indigenen Völker lebten im Einklang mit der Natur, jagten, fischten und sammelten Nahrung, wobei sie ein tiefes Verständnis für die Ökologie der Region entwickelten.
Mit der Ankunft der Europäer im 19. Jahrhundert begann ein neues Kapitel der Geschichte, das eng mit dem Walfang zusammenhängt. Benjamin Boyd, ein schottischer Unternehmer, versuchte in den 1840er Jahren, eine Siedlung und eine Walfangstation in der Twofold Bay zu etablieren, wovon der unvollendete Boyd's Tower einen Beleg liefert. Eine weitere Geschichte ist die der Davidson Whaling Station, wo über drei Generationen hinweg die Familie Davidson in Zusammenarbeit mit wilden Orcas Wale jagte. Die Orcas, angeführt von einem legendären Orca namens Old Tom, trieben die Wale in die Bucht und halfen den Walfängern im Austausch für die Zunge und Lippen der Wale.
Diese Koexistenz zwischen Mensch und Tier, die als 'Law of the Tongue' bekannt war, prägte die lokale Geschichte und ist ein Beispiel für die komplexe Beziehung zwischen Natur und menschlicher Aktivität. Heute bewahrt der Park diese Geschichten. Besucher können die Überreste dieser Ära erkunden und die kulturelle Vielfalt der Region verstehen, die sowohl von indigenen Traditionen als auch von der europäischen Siedlungsgeschichte geprägt ist.