Die Geschichte von Blarney Castle reicht bis ins 10. Jahrhundert zurück, als an dieser Stelle eine Holzfestung stand. Das heutige Steinschloss wurde um 1446 von Dermot McCarthy, König von Munster, erbaut. Es war über Jahrhunderte hinweg der Sitz des McCarthy-Clans und Zeuge zahlreicher Belagerungen und Konflikte, insbesondere während der Eroberung Irlands durch Oliver Cromwell im 17. Jahrhundert.
Die Legende des Blarney Stone ist eng mit der Geschichte des Schlosses und dem McCarthy-Clan verbunden. Es wird erzählt, dass Königin Elisabeth I. von den schmeichelhaften, aber ausweichenden Antworten des Cormac MacCarthy, des damaligen Herrn von Blarney, so frustriert war, dass sie von "Blarney" sprach, um leeres Gerede zu beschreiben. Der Stein selbst soll ein Fragment des Steins von Scone sein oder ein Geschenk von Robert the Bruce als Dank für irische Unterstützung in der Schlacht von Bannockburn.
Die Tradition, den Blarney Stone zu küssen, um die Gabe der Eloquenz zu erlangen, ist seit dem 18. Jahrhundert populär. Besucher müssen sich dafür rücklings über eine Brüstung lehnen, was eine kleine Mutprobe darstellt. Das Schloss und seine Gärten sind somit ein architektonisches Denkmal sowie Teil irischer Mythen, Geschichte und des Humors, der die irische Kultur prägt.