Caernarfon ist mit der Geschichte und Kultur von Wales verknüpft. Die Stadt ist vor allem berühmt für ihr Schloss, das im späten 13. Jahrhundert von König Edward I. von England erbaut wurde, um seine Eroberung von Wales zu festigen. Es diente als Festung, als königlicher Palast und als Symbol der englischen Macht. Die Investitur des Prince of Wales, eine Tradition, die bis ins Jahr 1911 zurückreicht, als der spätere König Edward VIII. hier investiert wurde, und zuletzt 1969 mit Prinz Charles, zeigt die historische Bedeutung des Schlosses.
Doch die Geschichte Caernarfons reicht weiter zurück als die mittelalterliche Eroberung. Schon die Römer erkannten die strategische Lage und errichteten hier das Fort Segontium, dessen Überreste noch heute zu besichtigen sind. Diese Schichten der Geschichte machen die Stadt zu einem Museum, in dem man auf Schritt und Tritt auf Zeugnisse vergangener Epochen stößt. Die walisische Sprache, 'Cymraeg', ist in Caernarfon noch sehr lebendig und ein integraler Bestandteil des täglichen Lebens und der kulturellen Identität der Bewohner.
Die Stadt ist auch ein Zentrum für die walisische Kunst und Handwerkskunst. In den kleinen Galerien und Geschäften finden sich oft Stücke, die die Tradition des Landes zeigen. Die Geschichten von Mythen und Legenden, die tief in der walisischen Folklore verwurzelt sind, sind in Caernarfon allgegenwärtig und geben dem Besuch eine zusätzliche Dimension. Militärische Geschichte, römische Funde und lebendige walisische Kultur machen Caernarfon zu einem Reiseziel.