Die Britischen Jungferninseln, zu denen Tortola und damit Cane Garden Bay gehören, blicken auf eine oft turbulente Geschichte zurück. Ursprünglich von den Arawak-Indianern besiedelt, wurden die Inseln im 15. Jahrhundert von Christoph Kolumbus entdeckt und später von verschiedenen europäischen Mächten, darunter Spaniern, Niederländern und Briten, beansprucht. Im 17. Jahrhundert etablierten die Briten ihre Herrschaft, die bis heute besteht, weshalb die Inseln den Status eines britischen Überseegebiets haben.
Die Geschichte der Inseln hängt eng mit dem Zuckerrohranbau und der Sklaverei zusammen. Plantagenwirtschaft prägte über Jahrhunderte das soziale und wirtschaftliche Gefüge. Die Callwood Rum Distillery in Cane Garden Bay ist ein Beleg dieser Ära, da sie noch heute in den ursprünglichen Gebäuden einer ehemaligen Zuckerrohrplantage betrieben wird. Nach der Abschaffung der Sklaverei im Jahr 1834 wandelte sich die Wirtschaft langsam, und der Tourismus wurde im 20. Jahrhundert zur wichtigsten Einnahmequelle.
Die Kultur der Britischen Jungferninseln ist eine Mischung aus afrikanischen, europäischen und karibischen Einflüssen. Dies zeigt sich in der Musik, insbesondere dem Fungi, einer Verbindung aus afrikanischen Rhythmen und europäischen Melodien, die oft mit selbstgebauten Instrumenten gespielt wird. Die Menschen sind bekannt für ihre Gastfreundschaft und ihren entspannten Lebensstil, der sich im Slogan 'Nature's Little Secrets' zeigt.