Canoa Quebrada war ursprünglich ein kleines, abgelegenes Fischerdorf, dessen Bewohner hauptsächlich vom Fischfang lebten. Die Isolation des Ortes trug dazu bei, dass er lange Zeit unberührt blieb und seinen ursprünglichen Charakter bewahren konnte. Erst in den 1970er Jahren wurde Canoa Quebrada von einer Gruppe von Hippies und Aussteigern entdeckt, die von der unberührten Natur, den Klippen und der friedlichen Atmosphäre angezogen wurden. Diese Pioniere prägten maßgeblich den entspannten und unkonventionellen Geist, der bis heute in Canoa Quebrada spürbar ist.
Die Ankunft der Hippies führte zu einer langsamen Entwicklung des Tourismus, wobei der Fokus zunächst auf Ökotourismus und Abenteuerreisen lag. Das berühmte Halbmond- und Sternsymbol, das in die roten Klippen gehauen wurde, entstand in dieser Zeit und wurde zum inoffiziellen Wahrzeichen des Ortes, das mit Freiheit und einer alternativen Lebensweise verbunden wird. Obwohl Canoa Quebrada heute touristisch gut erschlossen ist, hat es sich bemüht, seine Authentizität zu bewahren und den Massentourismus zu vermeiden. Die Kultur ist eine Mischung aus traditionellem Fischerleben und dem entspannten, weltoffenen Flair, das die Hippie-Ära mit sich brachte.
Die lokale Bevölkerung, bekannt für ihre Gastfreundschaft und Lebensfreude, lebt weiterhin eng mit dem Meer. Die traditionellen Jangadas, kleine Segelboote, die von den Fischern genutzt werden, sind immer noch ein alltäglicher Anblick am Strand und erinnern an die Verbindung zur maritimen Geschichte. Musik, Tanz und Kunst spielen eine wichtige Rolle im täglichen Leben und tragen zur Atmosphäre des Dorfes bei.