Catania blickt auf eine bewegte und oft turbulente Geschichte zurück, die von Naturkatastrophen und Eroberungen geprägt ist. Gegründet im 8. Jahrhundert v. Chr. von griechischen Siedlern, wurde die Stadt später von Römern, Byzantinern, Arabern, Normannen und Spaniern beherrscht. Jede dieser Kulturen hinterließ ihre Spuren, die noch heute im Stadtbild sichtbar sind. Besonders prägend waren die Erdbeben von 1169 und 1693 sowie zahlreiche Ätna-Ausbrüche, die die Stadt immer wieder zerstörten.
Nach der Zerstörung im Jahr 1693 wurde Catania im sizilianischen Barockstil wiederaufgebaut, was ihr den Beinamen 'schwarze Barockstadt' einbrachte, da viele Gebäude aus dunklem Lavagestein errichtet wurden. Dieses architektonische Erbe ist heute UNESCO-Weltkulturerbe und prägt das historische Zentrum. Die breiten Boulevards und Plätze erinnern an den Wiederaufbau und die künstlerische Blütezeit der Epoche.
Die Kultur Catanias ist eng mit ihrem Schutzpatron, der Heiligen Agatha, verbunden, deren Fest im Februar eines der größten religiösen Feste Italiens ist. Die Stadt ist auch ein wichtiges Universitätszentrum und zieht Studenten aus ganz Italien an, was ihr eine junge Atmosphäre verleiht. Antike Ruinen, barocke Bauten und modernes Leben stehen in Catania nebeneinander.