Die Geschichte Coburgs hängt eng mit dem Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha zusammen. Über Jahrhunderte war Coburg eine Residenzstadt und spielte eine Rolle in der europäischen Geschichte. Die Herzöge von Coburg waren geschickte Heiratspolitiker, deren Nachkommen auf vielen europäischen Thronen saßen, darunter die Königshäuser von Großbritannien, Belgien und Bulgarien. Diese Verbindungen sind bis heute in der Stadt spürbar.
Die Veste Coburg, eine der größten und besterhaltenen Burganlagen Deutschlands, zeigt die Wehrhaftigkeit und Bedeutung der Stadt im Mittelalter. Hier fand Martin Luther während des Augsburger Reichstags 1530 Schutz und arbeitete an der Übersetzung der Bibel. Das Schloss Ehrenburg im Stadtzentrum zeigt die Pracht und den Lebensstil der Coburger Herzöge, insbesondere im 19. Jahrhundert, als Prinz Albert, der spätere Gemahl von Königin Victoria, hier seine Kindheit verbrachte.
Die Stadt hat es geschafft, ihr historisches Erscheinungsbild zu bewahren, während sie sich gleichzeitig modernisiert hat. Ein Spaziergang durch die Altstadt führt vorbei an restaurierten Fachwerkhäusern, historischen Kirchen und Plätzen. Coburgs kulturelles Erbe wird in Museen und Galerien gepflegt, die Einblicke in die Kunst, Geschichte und Natur der Region bieten.