Cusco, die "Nabel der Welt" für die Inka, war das Herzstück ihres riesigen Reiches, Tahuantinsuyu. Die Stadt wurde im 13. Jahrhundert gegründet und war das politische, militärische und religiöse Zentrum der Inka. Ihre Architektur, mit präzise verlegten Steinmauern, die ohne Mörtel auskommen, zeigt noch heute die hochentwickelte Ingenieurskunst dieser Zivilisation. Die spanische Eroberung im 16. Jahrhundert führte zum Fall des Inkareiches, doch viele Gebäude wurden auf den robusten Inka-Fundamenten errichtet, was die architektonische Mischung der Stadt erklärt.
Die Kultur Cuscos ist eine Fusion aus indigenen Anden-Traditionen und spanischem Kolonialerbe. Quechua, die Sprache der Inka, wird immer noch von vielen Einheimischen gesprochen, und alte Rituale und Feste werden lebendig gehalten. Diese Kultur zeigt sich in der Kunst, Musik und den Textilien der Region. Die Geschichte der Inka, ihre Mythen und ihre Verbindung zur Natur sind überall spürbar, von den heiligen Bergen bis zu den landwirtschaftlichen Terrassen.
Machu Picchu selbst ist ein Rätsel der Geschichte. Es wird angenommen, dass es eine königliche Residenz oder ein heiliges religiöses Zentrum war, das um 1450 erbaut und etwa ein Jahrhundert später, vor der Ankunft der Spanier, verlassen wurde. Seine Entdeckung durch Hiram Bingham im Jahr 1911 brachte es wieder ans Licht der Welt und fasziniert seither Historiker und Reisende. Die präzise Ausrichtung der Gebäude zu astronomischen Ereignissen und die Einbindung in die Landschaft zeigen spirituelle und wissenschaftliche Kenntnis der Inka.