Antsiranana, früher bekannt als Diego Suarez, hat eine Geschichte, die in der Kolonialzeit wurzelt. Benannt nach dem portugiesischen Entdecker Diogo Soares, der die Bucht im 16. Jahrhundert entdeckte, wurde die Stadt später zu einem strategisch wichtigen Marinestützpunkt für die Franzosen. Diese koloniale Vergangenheit prägt noch heute das Stadtbild von Antsiranana mit seinen breiten Alleen, alten Gebäuden und einem Hauch von Belle Époque-Architektur, die sich mit dem madagassischen Alltag vermischt.
Die Kultur der Region vereint verschiedene Ethnien und Traditionen. Neben den Sakalava, der größten ethnischen Gruppe im Norden, leben hier auch Antankarana, Merina und viele andere, die jeweils ihre eigenen Bräuche, Sprachen und Glaubenssysteme mitbringen. Diese Vielfalt zeigt sich in der lokalen Musik, dem Kunsthandwerk und den täglichen Interaktionen. Respekt vor den lokalen Sitten und Gebräuchen, insbesondere den 'Fady' (Tabus), ist für Besucher wichtig.
Die Drei Buchten selbst sind weniger von historischer Architektur geprägt, sondern vielmehr von ihrer unberührten Natur, die seit Jahrhunderten von den lokalen Gemeinschaften respektiert und genutzt wird. Geologische Formationen und die Biodiversität der Buchten geben Aufschluss über die Geschichte der Erde.