Die Geschichte von Drobeta-Turnu Severin ist untrennbar mit der Donau und dem Römischen Reich verbunden. Ursprünglich als römisches Kastell Drobeta gegründet, diente die Siedlung als wichtiger Militärstützpunkt und Ausgangspunkt für Trajans Dakerkriege. Die berühmte Trajansbrücke, erbaut um 105 n. Chr. von Apollodor von Damaskus, war ein Wunderwerk der Antike und symbolisiert bis heute die römische Präsenz in der Region. Nach dem Rückzug der Römer erlebte die Stadt wechselvolle Zeiten unter verschiedenen Herrschaften, darunter Byzantiner, Bulgaren und Osmanen, die alle ihre Spuren hinterließen.
Im Mittelalter entwickelte sich die Stadt unter dem Namen Severin zu einer wichtigen Festung und einem Handelszentrum. Die strategische Lage am Eisernen Tor, einer engen Schlucht der Donau, machte sie zu einem begehrten Ort für die Kontrolle des Flussverkehrs. Die Ruinen der mittelalterlichen Festung zeugen noch heute von dieser turbulenten Epoche. Im 19. Jahrhundert, nach der Vereinigung der rumänischen Fürstentümer, erlebte die Stadt einen Aufschwung und wurde zu einem modernen Hafen- und Industriezentrum, wobei der Name Turnu Severin (Turm Severin) auf den alten Wasserturm verweist.
Heute ist Drobeta-Turnu Severin eine lebendige Stadt, die stolz auf ihr reiches Erbe blickt. Die Kultur der Stadt ist eine Mischung aus rumänischen Traditionen, beeinflusst von den verschiedenen Völkern, die hier im Laufe der Jahrhunderte siedelten. Museen und Denkmäler bewahren die Erinnerung an vergangene Zeiten, während das moderne Stadtleben eine dynamische Atmosphäre schafft, die Besucher willkommen heißt und zum Entdecken einlädt.