Hoi An blickt auf eine Geschichte als bedeutender Handelshafen zurück. Vom 15. bis zum 19. Jahrhundert war Hoi An, damals bekannt als Faifo, ein florierendes Zentrum für den internationalen Handel, das Kaufleute aus China, Japan, Indien und Europa anzog. Diese Einflüsse prägten die Architektur, die Bräuche und die Lebensweise der Stadt, und man sieht sie bis heute in den gut erhaltenen Gebäuden. Die Stadt war ein Ort vieler Kulturen, wo Waren wie Seide, Gewürze, Keramik und Tee gehandelt wurden und verschiedene Glaubensrichtungen nebeneinander existierten.
Im Gegensatz zu vielen anderen vietnamesischen Städten wurde Hoi An während der Kriege des 20. Jahrhunderts weitgehend verschont. Dies ermöglichte es, dass die traditionellen Holzhäuser, Tempel, Brücken und Versammlungshallen intakt blieben. Die japanische Brücke, die chinesischen Versammlungshallen und die alten Handelshäuser sind Beispiele aus dieser Zeit und erzählen von Wohlstand und kulturellem Austausch. Die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe im Jahr 1999 zeigt die globale Bedeutung Hoi Ans als Beispiel eines traditionellen asiatischen Handelshafens.
Heute ist Hoi An eine Stadt, die ihre Traditionen pflegt und Besucher empfängt. Die Handwerkskunst, insbesondere die Herstellung von Laternen und maßgeschneiderter Kleidung, gehört zur Kultur und wird von Generation zu Generation weitergegeben. Die jährlichen Laternenfeste und traditionellen Feierlichkeiten halten die alten Bräuche lebendig und bieten Besuchern die Möglichkeit, die vietnamesische Kultur zu erleben.