Geschichte und Kultur der Insel sind mit ihrer Natur verknüpft. Lange Zeit war die Insel nur dünn besiedelt und diente als Rückzugsort für Menschen, die ein Leben im Einklang mit der Natur suchten. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert erlebte Iriomote eine kurze Periode des Kohlebergbaus, die jedoch aufgrund der harten Bedingungen und der Malaria-Epidemien wieder eingestellt wurde. Diese Episode hinterließ Spuren in der Landschaft und in den Geschichten der Inselbewohner, doch die Natur holte sich das Gebiet schnell zurück.
Die Kultur Iriomotes ist in den Traditionen der Ryukyu-Inseln verwurzelt, mit Einflüssen aus Japan und anderen asiatischen Ländern, aber auch mit einer ganz eigenen Identität, die durch die Isolation der Insel geprägt wurde. Die Menschen leben im Einklang mit dem Meer und dem Dschungel, was sich in ihren Lebensweisen, Festen und Handwerken zeigt. Der Schutz der Natur, insbesondere der Iriomote-Katze, ist ein zentrales Anliegen der Inselbewohner und der lokalen Regierung, was zur Anerkennung als UNESCO-Weltnaturerbe führte.
Heute ist Iriomote ein Vorreiter im Ökotourismus, der darauf abzielt, die Natur zu schützen und gleichzeitig Besuchern ein authentisches Erlebnis zu ermöglichen. Die Insel hat keine großen Städte, sondern kleine, verstreute Siedlungen, die ihren ursprünglichen Charakter bewahrt haben. Besucher können hier eine Lebensweise erleben, die sich an den Rhythmen der Natur orientiert.