Die Geschichte und Kultur der Kupferschlucht sind untrennbar mit den Raramuri (Tarahumara) verbunden, einem indigenen Volk, das seit Jahrhunderten in diesen abgelegenen Schluchten lebt. Bekannt für ihre Ausdauer und ihre Fähigkeit, weite Strecken zu laufen, haben die Raramuri eine tiefe spirituelle Verbindung zu ihrem Land und pflegen eine Lebensweise, die sich stark von der modernen Welt unterscheidet. Ihre traditionellen Zeremonien, Tänze und Handwerkskünste sind ein Ausdruck ihrer Kultur.
Die geologische Entstehung der Kupferschlucht ist das Ergebnis von Millionen von Jahren tektonischer Aktivität und Erosion durch Flüsse wie den Río Urique. Das Gebiet ist reich an Mineralien, was ihm seinen Namen gab. Die jüngere Geschichte ist geprägt vom Bau der Chepe-Eisenbahnlinie, einer Ingenieursleistung, die in der Mitte des 20. Jahrhunderts fertiggestellt wurde und die abgelegene Region mit der Küste verbindet, was den Zugang für Besucher erst ermöglichte.
Die Raramuri leben oft in kleinen, verstreuten Siedlungen und bewahren ihre Bräuche und Sprache. Besucher haben die Möglichkeit, durch geführte Touren oder den Besuch von Märkten Einblicke in ihr Leben zu erhalten und handgefertigte Waren wie Korbflechterei, Töpferwaren und Holzschnitzereien zu erwerben. Es ist wichtig, die Kultur der Raramuri mit Respekt und Sensibilität zu begegnen, da sie ihre Traditionen und ihre Privatsphäre sehr schätzen.