Die Geschichte der KZ-Gedenkstätte Mauthausen ist untrennbar mit den Gräueltaten des Nationalsozialismus und des Holocaust verbunden. Mauthausen war das einzige Lager in Österreich, das als 'Stufe III'-Lager eingestuft wurde, was bedeutete, dass es für 'schwer belastete' Häftlinge und politische Gegner vorgesehen war, die durch 'Vernichtung durch Arbeit' zu Tode gebracht werden sollten.
Errichtet im August 1938, kurz nach dem 'Anschluss' Österreichs an das Deutsche Reich, diente das Lager zunächst der Inhaftierung von politischen Gegnern und Kriminellen. Schnell entwickelte es sich jedoch zu einem zentralen Ort der Verfolgung und Ermordung von Menschen aus ganz Europa – darunter Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Kriegsgefangene, Intellektuelle und Widerstandskämpfer. Die Häftlinge wurden unter unmenschlichen Bedingungen zur Zwangsarbeit in den Steinbrüchen herangezogen, insbesondere im berüchtigten 'Wiener Graben' mit seiner 'Todesstiege'.
Bis zur Befreiung durch US-Truppen am 5. Mai 1945 starben in Mauthausen und seinen Nebenlagern über 90.000 Menschen an Hunger, Krankheiten, Erschöpfung, Misshandlungen oder wurden ermordet. Die Gedenkstätte ist heute ein internationales Mahnmal, das an die Opfer erinnert und die Besucher dazu aufruft, sich aktiv gegen jede Form von Diskriminierung, Hass und Gewalt einzusetzen. Sie ist ein Ort der Trauer, aber auch der Bildung und der Verpflichtung, aus der Geschichte zu lernen.