Die Geschichte La Digues hängt eng mit der Besiedlung der Seychellen zusammen, die im 18. Jahrhundert durch französische Kolonisten begann. Die Insel, benannt nach einem Schiff aus der Expedition des Entdeckers Marc-Joseph Marion du Fresne, entwickelte sich langsam zu einer landwirtschaftlichen Enklave, die hauptsächlich Kokosnüsse und Vanille produzierte. Diese landwirtschaftliche Prägung ist bis heute im L'Union Estate sichtbar, wo traditionelle Methoden der Kokosnussölproduktion gezeigt werden.
Die Kultur La Digues ist in ihren kreolischen Wurzeln verankert, einer Mischung aus afrikanischen, europäischen und indischen Traditionen. Das zeigt sich in der Sprache, der Musik, dem Tanz und natürlich der Küche. Die Bewohner, die Diguois, sind bekannt für ihre Gastfreundschaft und ihren entspannten Lebensstil, der sich von der Hektik der modernen Welt abhebt. Das Fehlen von Autos auf der Insel hat dazu beigetragen, diesen traditionellen Charme zu bewahren.
Im Laufe der Jahrhunderte hat La Digue trotz externer Einflüsse ihre Identität bewahrt. Die Insel hat sich dem Tourismus geöffnet, aber stets darauf geachtet, ihre natürliche Schönheit und ihren Charakter zu schützen. Besucher können hier neben der Natur auch die Geschichte und Kultur der Seychellen erleben.