Die Geschichte der Region um Lago Escondido und Lago Fagnano ist mit den indigenen Völkern Feuerlands verbunden, insbesondere den Selk'nam (Ona) und Yaghan. Diese nomadischen Jäger und Sammler lebten über Jahrtausende in Harmonie mit der rauen Natur, bevor europäische Siedler im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert in die Region vordrangen. Ihre Lebensweise und Kultur wurden durch die Kolonisierung stark dezimiert, doch Spuren ihrer Präsenz sind in der Landschaft und in den Namen der Orte, wie 'Khami' für Lago Fagnano, noch immer zu erkennen.
Die moderne Besiedlung begann mit der Gründung von Ushuaia als Strafkolonie und später als Marinestützpunkt. Die Erschließung des Hinterlandes, einschließlich der Seenregion, erfolgte schrittweise durch Holzfäller, Schafzüchter und Goldsucher. Der Bau der Ruta Nacional 3, die durch den Garibaldi-Pass führt, verbesserte die Zugänglichkeit der Region und verband Ushuaia mit dem Rest Argentiniens. Heute ist die Region ein wichtiges Ziel für den Ökotourismus, der versucht, die Natur und die verbliebenen kulturellen Zeugnisse zu schützen.
Geologische Prozesse haben die Landschaft geprägt: Vor Millionen von Jahren formten Gletscher die Täler und schufen die großen Seen. Die dichten Südbuchenwälder, die die Seen umgeben, zeigen, wie sich die Natur an extreme Bedingungen anpasst.