Die Geschichte Lecces reicht weit zurück bis in die Antike, als die Stadt von den Messapiern gegründet wurde, einem indogermanischen Volk, das vor den Römern in Apulien siedelte. Unter römischer Herrschaft, als sie den Namen Lupiae trug, erlebte die Stadt eine Blütezeit. Belege dafür sind das römische Amphitheater und das Theater, die noch heute im Stadtbild präsent sind.
Ihre größte kulturelle und architektonische Blütezeit erlebte Lecce jedoch im 17. und 18. Jahrhundert, als die Stadt unter spanischer Herrschaft stand. In dieser Zeit entwickelte sich der "Barocco Leccese", der Lecceser Barock, der sich durch eine reiche und detailreiche Verzierung auszeichnet. Der weiche, leicht zu bearbeitende lokale Kalkstein, Pietra Leccese, ermöglichte den Baumeistern und Bildhauern die Schaffung dieser Fassaden, Kirchen und Paläste, die der Stadt ihren Charakter verleihen.
Die Kultur Lecces ist tief in ihren Traditionen verwurzelt, von religiösen Festen bis hin zu Handwerkskünsten. Die Stadt ist auch ein wichtiges Zentrum für Bildung und Kunst, mit einer Universität und vielen Galerien und Werkstätten, in denen lokale Künstler und Handwerker ihre Fähigkeiten pflegen. Besucher erleben hier die Eigenart Apuliens, die sich in der Gastfreundschaft der Menschen, der Musik und der tiefen Verbundenheit mit dem Land zeigt.