Die Geschichte von Lipica ist von der Zucht der Lipizzaner Pferde bestimmt, die hier seit über 440 Jahren beheimatet sind. Das Gestüt wurde 1580 von Erzherzog Karl II. von Österreich gegründet, um Pferde für den Hof der Habsburger in Wien zu züchten. Die Wahl fiel auf Lipica wegen seiner günstigen klimatischen Bedingungen und der Ähnlichkeit der Karstlandschaft mit der Heimat der spanischen Pferde, die als Grundlage für die Zucht dienten.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Lipica zu einem der bedeutendsten Gestüte Europas und spielte eine zentrale Rolle bei der Erhaltung und Perfektionierung der Lipizzaner Rasse. Die Pferde, bekannt für ihre Eleganz, Intelligenz und Lernfähigkeit, wurden zu den Stars der Spanischen Hofreitschule in Wien. Trotz Kriegen und politischen Umwälzungen, die das Gestüt immer wieder bedrohten, gelang es, die Zuchtlinie und das kulturelle Erbe zu bewahren.
Die Karstregion selbst, in der Lipica liegt, ist ebenfalls von großer kultureller und geologischer Bedeutung. Ihre Landschaft, geprägt von unterirdischen Höhlen, Dolinen und versickerten Flüssen, hat die Lebensweise und Architektur der Menschen über Jahrhunderte beeinflusst. Lipica ist damit ein Zentrum der Pferdezucht und zeigt, wie eng Mensch, Tier und Natur in dieser Region zusammenhängen.