Die Geschichte der schottischen Highlands und des Loch Ness ist tief verwurzelt in alten Mythen, Clan-Fehden und dem Kampf um Unabhängigkeit. Die Region war ein zentraler Schauplatz der Jakobitenaufstände im 18. Jahrhundert, bei denen die Clans der Highlands versuchten, die Stuart-Monarchie wieder auf den Thron zu bringen. Urquhart Castle selbst, mit seiner über 500-jährigen Geschichte, war Zeuge vieler dieser Konflikte und diente als strategisch wichtiger Punkt am See.
Neben den historischen Ereignissen ist Loch Ness untrennbar mit der Legende des Seeungeheuers Nessie verbunden. Seit Jahrhunderten berichten Menschen von Sichtungen eines großen, unbekannten Tieres im See, was die Fantasie von Millionen beflügelt hat. Das Loch Ness Centre widmet sich dieser Folklore und den wissenschaftlichen Untersuchungen, die versucht haben, das Geheimnis zu lüften.
Die Landschaft selbst ist ein Produkt geologischer Kräfte, die vor Tausenden von Jahren wirkten. Loch Ness ist Teil des Great Glen Fault, einer riesigen geologischen Verwerfung, die sich quer durch Schottland zieht. Der See ist tief, mit Stellen, die über 230 Meter erreichen, was ihn zum größten See Großbritanniens nach Wasservolumen macht. Diese Naturkulisse hat die Geschichte der Menschen geprägt und zugleich die Grundlage für die anhaltenden Mythen und Legenden geschaffen, die die Region umgeben.