Die Geschichte von Sint Maarten/Saint Martin ist geprägt von ihrer Teilung zwischen zwei europäischen Mächten: den Niederlanden und Frankreich. Seit 1648 teilen sich die beiden Nationen die Insel friedlich, was sie zur kleinsten Landmasse der Welt macht, die von zwei verschiedenen Ländern regiert wird. Diese Dualität zeigt sich in Kultur, Sprache und Architektur. Die niederländische Seite, Sint Maarten, ist bekannt für ihr Nachtleben, Duty-Free-Shopping und amerikanisch geprägten Tourismus, während die französische Seite, Saint Martin, für ihre Küche, ihre entspannte Atmosphäre und ihr europäisches Flair geschätzt wird.
Vor der europäischen Kolonialisierung war die Insel von den Arawak-Indianern bewohnt, die sie "Soualiga" nannten, was "Salzland" bedeutet – ein Hinweis auf die wichtigen Salzseen der Insel. Christoph Kolumbus soll die Insel am 11. November 1493 entdeckt und sie nach dem Heiligen Martin von Tours benannt haben. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Kontrolle über die Insel mehrfach zwischen Spaniern, Niederländern, Franzosen und Briten, bis der Vertrag von Concordia im Jahr 1648 die bis heute bestehende Teilung festlegte.
Die Kultur der Insel ist von karibischen, afrikanischen, europäischen und amerikanischen Einflüssen geprägt. Dies zeigt sich in der Musik, den Festen, der Kunst und natürlich der Küche. Englisch ist die am weitesten verbreitete Sprache auf beiden Seiten, aber Niederländisch und Französisch sind ebenfalls Amtssprachen. Die Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Einheimischen, oft als "Friendly Island" bezeichnet, trägt maßgeblich zum Reiseerlebnis bei.