Jamaika ist eine Insel mit einer oft bewegten Geschichte, die tief in der afrikanischen Diaspora wurzelt und von kolonialen Einflüssen geprägt ist. Ursprünglich von den Taino-Indianern besiedelt, wurde die Insel 1494 von Christoph Kolumbus für Spanien beansprucht und später im 17. Jahrhundert von den Briten erobert. Die Geschichte der Sklaverei auf den Zuckerrohrplantagen hat die Kultur und Gesellschaft Jamaikas maßgeblich geformt, führte aber auch zu starken Widerstandsbewegungen, wie den Maroons, entflohenen Sklaven, die im Inland eigene Gemeinschaften gründeten und ihre Freiheit verteidigten.
Die Insel ist die Geburtsstätte des Reggae, einer Musikrichtung, die durch Bob Marley weltberühmt wurde und Botschaften von Frieden, Liebe und sozialer Gerechtigkeit verbreitet. Reggae, Ska und Dancehall sind Musikstile und zugleich Ausdrucksformen einer kulturellen Identität und Spiritualität.
Die jamaikanische Kultur ist geprägt von Spiritualität, Gastfreundschaft und Gemeinschaftssinn. Die Menschen sind bekannt für ihre positive Einstellung, ihren Humor und ihre Fähigkeit, das Leben zu genießen. Besucher können diese Kultur durch Musik, Tanz, Kunsthandwerk und die Begegnung mit den Einheimischen erleben. Ein Besuch am Martha Brae River bietet auch einen Einblick in die Bedeutung der Natur und der traditionellen Lebensweise, die mit der Geschichte und den Überzeugungen der Insel zusammenhängt.