Die Geschichte des Nationalparks De Hoge Veluwe geht auf das Ehepaar Anton und Helene Kröller-Müller zurück. Anton Kröller, ein erfolgreicher Geschäftsmann, erwarb ab 1909 große Heide- und Waldflächen in der Veluwe, um ein privates Jagdrevier zu schaffen. Seine Frau Helene, Kunstsammlerin, träumte davon, ihre umfangreiche Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und in einem Museum zu präsentieren, das in die Natur integriert ist. Ihr Engagement legte den Grundstein für das heutige Kröller-Müller Museum und den Nationalpark.
In den 1930er Jahren geriet die Familie Kröller-Müller in finanzielle Schwierigkeiten, was die Zukunft des Anwesens und der Kunstsammlung gefährdete. Um dieses Erbe zu bewahren, wurde 1935 die 'Stichting Het Nationale Park De Hoge Veluwe' gegründet. Der niederländische Staat übernahm die Kunstsammlung und finanzierte den Bau des Museums, während der Park als Stiftung weitergeführt wurde. So wurde aus einem privaten Besitz ein öffentliches Gut, das Natur, Kunst und Architektur vereint und für jedermann zugänglich macht.
Heute ist De Hoge Veluwe ein bedeutendes Naturschutzgebiet und zeigt die niederländische Kunst- und Architekturgeschichte. Das Kröller-Müller Museum mit seiner Sammlung von Vincent van Gogh, Piet Mondrian und anderen modernen Meistern sowie der Skulpturengarten ziehen Kunstliebhaber an. Das Jachthuis Sint Hubertus, ein Werk des Architekten H.P. Berlage, rundet das kulturelle Angebot ab und erzählt die Geschichte der Familie, die diesen Ort geschaffen hat.