Die Geschichte Bonaires ist untrennbar mit der Salzgewinnung verbunden, die bereits im 17. Jahrhundert durch die Niederländer begann. Um die Salzpfannen zu bewirtschaften, wurden afrikanische Sklaven auf die Insel gebracht, deren harte Arbeit die Grundlage für den Reichtum der Kolonialherren bildete. Die kleinen, steinernen Sklavenhütten im Süden der Insel sind heute ein Mahnmal dieser dunklen Epoche und erinnern an das Leid und die Entbehrungen der Menschen, die hier untergebracht waren.
Nach der Abschaffung der Sklaverei im Jahr 1863 durchlief Bonaire verschiedene wirtschaftliche Phasen, wobei die Salzproduktion bis heute eine wichtige Rolle spielt. Die Insel, die seit 2010 eine Besondere Gemeinde der Niederlande ist, hat eine kulturelle Mischung, die sich in ihrer Sprache, dem Papiamentu, sowie in Musik, Tanz und Festen zeigt. Die Bevölkerung ist stolz auf ihre afrikanischen, europäischen und indigenen Wurzeln, die das kulturelle Gefüge Bonaires prägen.
Die Kultur Bonaires ist auch stark vom Meer geprägt. Tauchen und Schnorcheln sind touristische Attraktionen und ein integraler Bestandteil des Insellebens und der Identität. Der Schutz der Korallenriffe und der marinen Artenvielfalt ist ein zentrales Anliegen, das tief in der lokalen Kultur verwurzelt ist und die nachhaltige Entwicklung der Insel vorantreibt.