La Réunion, eine Insel vulkanischen Ursprungs im Indischen Ozean, ist ein Überseedépartement Frankreichs mit einer vielfältigen Geschichte. Ursprünglich unbewohnt, wurde sie im 17. Jahrhundert von den Franzosen besiedelt, die Sklaven aus Afrika und Indien zur Arbeit auf den Zuckerrohrplantagen brachten. Daraus ist eine kreolische Kultur entstanden, die sich in Sprache, Musik, Tanz und Küche zeigt.
Der Piton Maïdo und die umliegenden Talkessel (Cirques) sind auch in der Geschichte und Kultur der Insel verwurzelt. Sie dienten einst als Rückzugsorte für entflohene Sklaven, die hier in den unzugänglichen Bergen eine neue Heimat fanden und ihre eigenen Gemeinschaften, die "Marrons", gründeten.
Die Insel ist auch für ihre Musikszene bekannt, insbesondere für Maloya und Séga, die beide zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO gehören. Die Naturlandschaften, darunter der Piton de la Fournaise, einer der aktivsten Vulkane der Welt, und die drei Cirques (Mafate, Salazie, Cilaos), sind ebenfalls UNESCO-Weltnaturerbestätten. Die geologische Geschichte der Insel prägt die Landschaft bis heute.