Saint-François und die Pointe des Châteaux sind in der Geschichte Guadeloupes verwurzelt, die von indigener Besiedlung, europäischer Kolonialisierung und dem Zuckerrohranbau geprägt ist. Die Pointe des Châteaux selbst ist in erster Linie ein Naturdenkmal, doch ihre Erscheinung hat seit jeher die Fantasie der Menschen angeregt und diente möglicherweise auch als Orientierungspunkt für Seefahrer. Das Gipfelkreuz, das heute den höchsten Punkt ziert, verweist auf den Glauben und die Verbundenheit mit dem Meer, das die Lebensader der Insel ist.
Saint-François, einst ein kleines Fischerdorf, entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem wichtigen Zentrum für Landwirtschaft und Handel, insbesondere durch den Anbau von Zuckerrohr. Die Spuren dieser Vergangenheit sind in der Architektur und den Lebensweisen der Menschen noch heute sichtbar. Die Stadt hat sich jedoch auch zu einem modernen Touristenziel entwickelt, das seine karibischen Wurzeln bewahrt hat, während es sich den Anforderungen des internationalen Tourismus anpasst.
Die Kultur der Region vereint afrikanische, europäische und karibische Elemente, die sich in Musik, Tanz, Küche und Kunst zeigen. Die kreolische Sprache, eine Mischung aus Französisch und afrikanischen Sprachen, ist weit verbreitet und ein wichtiger Bestandteil der lokalen Identität. Besucher können in Saint-François die Kultur erleben: auf lokalen Märkten, bei traditionellen Festen oder im Austausch mit den Einheimischen.