Die Geschichte Pompejis ist mit dem Schicksal des Vesuvs verbunden. Die Stadt, die im 7. Jahrhundert v. Chr. von den Oskern gegründet und später von den Samnitern und Römern besiedelt wurde, war eine blühende Hafen- und Handelsstadt am Golf von Neapel. Sie erlebte ihre Blütezeit unter römischer Herrschaft, als sie zu einem beliebten Erholungsort für reiche Römer wurde, die hier ihre luxuriösen Villen errichteten.
Das Leben in Pompeji endete abrupt am 24. August 79 n. Chr., als der Vesuv ausbrach. Innerhalb weniger Stunden wurde die Stadt unter einer meterdicken Schicht aus Asche, Bimsstein und vulkanischem Gestein begraben. Diese Katastrophe, die Tausende von Menschenleben forderte, führte jedoch auch zu einer Konservierung: Die Stadt wurde wie in einer Zeitkapsel eingefroren, wodurch Gebäude, Straßen, Alltagsgegenstände und sogar menschliche Überreste bis heute erhalten blieben.
Die Wiederentdeckung Pompejis im 18. Jahrhundert löste eine Welle der Begeisterung für die Antike aus und legte den Grundstein für die moderne Archäologie. Die Ausgrabungen, die bis heute andauern, offenbaren immer wieder neue Details über das römische Leben – von den politischen Strukturen über die Religion bis hin zu den alltäglichen Gewohnheiten der Bewohner. Pompeji ist zugleich ein archäologischer Park und ein Museum, das die Geschichte einer untergegangenen Zivilisation erzählt.