Porto Cristo hat eine lange Geschichte am Meer. Ursprünglich ein kleiner Fischerhafen, dessen Ursprünge bis in die Römerzeit zurückreichen, entwickelte sich der Ort langsam zu dem Küstenstädtchen, das er heute ist. Sein Name, 'Christushafen', soll der Legende nach von einem Kreuz stammen, das nach einem Schiffbruch an Land gespült wurde. Die strategische Lage an der Küste machte ihn über Jahrhunderte hinweg zu einem wichtigen Punkt für Handel und Fischfang, aber auch zu einem Ziel für Piratenangriffe. Das belegen die alten Wachtürme.
Die Entdeckung der Drachenhöhlen im 19. Jahrhundert und ihre spätere touristische Erschließung im frühen 20. Jahrhundert veränderten Porto Cristos Schicksal maßgeblich. Sie zogen Besucher aus vielen Ländern an und trugen dazu bei, den Ort über seine Fischereiwurzeln hinaus bekannt zu machen. Trotz des wachsenden Tourismus hat Porto Cristo jedoch seinen ursprünglichen Charakter als ruhiges mallorquinisches Dorf bewahren können, was sich in seiner Architektur, den lokalen Festen und dem entspannten Lebensstil zeigt.
Die Kultur des Ortes ist geprägt von der mallorquinischen Identität, die sich in Sprache, Bräuchen und Traditionen äußert. Die Nähe zur größeren Stadt Manacor, einem Zentrum für Perlenherstellung und Möbelproduktion, hat ebenfalls Einfluss auf die lokale Wirtschaft und das Handwerk. Besucher erhalten hier einen Einblick in das traditionelle Leben auf Mallorca.