Die Geschichte Praslins ist mit der Geschichte der gesamten Seychellen verknüpft, die im 16. Jahrhundert von portugiesischen Seefahrern entdeckt wurden, aber erst im 18. Jahrhundert von den Franzosen besiedelt wurden. Ursprünglich als 'Isle de Palme' bekannt, wurde sie später nach dem französischen Diplomaten César Gabriel de Choiseul-Praslin benannt. Die Insel spielte eine wichtige Rolle im Handel mit Gewürzen und später in der Kokosnuss- und Vanilleproduktion. Die Ankunft afrikanischer Sklaven und später indischer und chinesischer Arbeiter prägte die kreolische Kultur, die heute auf den Seychellen vorherrscht.
Die Kultur Praslins ist tief in den afrikanischen, europäischen und asiatischen Einflüssen verwurzelt, die sich in Sprache, Musik, Tanz und Küche zeigen. Kreolisch, eine auf dem Französischen basierende Sprache, ist die am häufigsten gesprochene Sprache, obwohl Englisch und Französisch ebenfalls weit verbreitet sind. Die Bewohner sind bekannt für ihre Gastfreundschaft und ihre entspannte Lebensweise, die oft als 'Island Time' bezeichnet wird. Traditionelle Musik und Tänze wie der Sega und der Moutya, begleitet von Trommeln und Gitarren, gehören zur Kultur der Insel.
Ein besonderes kulturelles Erbe ist die Legende der Coco de Mer Palme, deren riesige, zweilappige Nuss einst für ihre aphrodisischen Eigenschaften verehrt und als wertvolles Gut gehandelt wurde. Sie wurde sogar für ihre mystische Herkunft gehalten, da sie oft unberührt an Stränden gefunden wurde, bevor ihre eigentliche Herkunft bekannt war. Der Schutz dieser Art und ihres Lebensraums im Vallée de Mai ist im Bewusstsein der Insel verankert.