Die Geschichte von Qooqqut gehört zur grönländischen Vergangenheit, die von den frühen Inuit-Siedlern und später von den nordischen Entdeckern geprägt wurde. Obwohl Qooqqut selbst heute vor allem für sein Restaurant bekannt ist, stammen die umliegenden Nordbo-Ruinen aus einer Zeit, in der Wikinger-Siedler, angeführt von Erik dem Roten, im 10. Jahrhundert Grönland erreichten und hier Kolonien gründeten. Die europäischen Siedler dieser Zeit versuchten, sich in der rauen arktischen Landschaft niederzulassen und Landwirtschaft zu betreiben.
Die nordischen Siedlungen in Grönland, darunter auch die Überreste bei Qooqqut, geben Einblicke in das Leben dieser frühen Europäer, ihre Bauweise, ihre Anpassungsfähigkeit und die Herausforderungen, denen sie sich stellen mussten. Die Gründe für ihr späteres Verschwinden sind bis heute Gegenstand intensiver Forschung und Debatten, wobei Klimawandel, Ressourcenknappheit und Konflikte mit den Inuit als mögliche Faktoren genannt werden.
Grönland ist jedoch primär das Land der Inuit, deren Kultur seit Jahrtausenden die Insel prägt. Obwohl Qooqqut selbst keine traditionelle Inuit-Siedlung ist, ist die gesamte Region um Nuuk und die Fjorde von der Inuit-Kultur geprägt. Die Geschichte der Inuit ist eine des Überlebens und der Anpassung an extreme Bedingungen, geprägt von Jagd, Fischerei und einem Respekt vor der Natur. Qooqqut bietet somit die Möglichkeit, die Spuren der nordischen Geschichte und die Präsenz der indigenen Kultur Grönlands zu erleben.