Die Geschichte des Saguenay-Fjords ist tief von seiner Geologie und der menschlichen Besiedlung geprägt. Der Fjord selbst ist ein Relikt der letzten Eiszeit, geformt durch massive Gletscher, die tiefe Täler in das präkambrische Gestein schnitten. Nach dem Rückzug der Gletscher füllte sich das Tal mit Meerwasser, was zu seiner heutigen Süß- und Salzwasser-Mischung führt, die eine marine Biodiversität ermöglicht.
Vor der Ankunft der Europäer war die Region die Heimat verschiedener indigener Völker, insbesondere der Innu (Montagnais), die den Fjord und seine Umgebung seit Jahrtausenden nutzten. Sie lebten vom Fischfang, der Jagd und dem Sammeln und hinterließen Spuren ihrer Kultur und ihres Verständnisses für das Land. Mit der Ankunft der französischen Kolonisten im 17. Jahrhundert begann eine neue Ära, geprägt von Pelzhandel, Holzwirtschaft und später der Entwicklung der Zellstoff- und Papierindustrie, die die Region wirtschaftlich prägte.
Heute ist der Saguenay Fjord National Park ein Beispiel für den Schutz und die Wertschätzung dieser Geschichte und Natur. Er bewahrt die Landschaft und die kulturellen Spuren derer, die hier lebten. Der Park dient als Bildungsstätte und Erholungsgebiet, das Besuchern die Möglichkeit bietet, die geologische Vergangenheit, die indigene Kultur und die jüngere Geschichte dieser Region zu erkunden und zu verstehen.