Die Kultur rund um den Sentani-See ist tief mit den Sentani-Völkern verbunden, die seit Jahrhunderten am und vom See leben. Ihre mündliche Tradition, ihre Tänze und ihre Kunst, insbesondere die Rindenmalereien (Lukisan Kulit Kayu), sind Ausdruck ihrer Spiritualität und ihrer Verbindung zur Natur. Die Rindenmalereien, oft mit geometrischen Mustern und Darstellungen von Tieren oder Geistern verziert, dienen als Kunstwerke, als Kommunikationsmittel und zur Bewahrung ihrer Geschichte und Mythen. Die Pfahlbauten, in denen sie leben, zeigen ihre Anpassung an die Umgebung und ihre nachhaltige Lebensweise.
Im Zweiten Weltkrieg spielte die Region um den Sentani-See als strategischer Stützpunkt der Alliierten eine wichtige Rolle. General Douglas MacArthur richtete hier sein Hauptquartier ein, und die Gegend war Schauplatz intensiver Kämpfe. Das MacArthur Monument erinnert an diese Zeit und bietet einen Einblick in die militärische Geschichte der Region. Diese Vergangenheit hat die lokale Kultur zwar beeinflusst, doch die Sentani-Völker haben ihre Traditionen und ihre Identität bewahrt.
Die Sentani-Kultur ist auch für ihre Musik und ihre rituellen Tänze bekannt, die oft bei besonderen Anlässen oder Festen aufgeführt werden. Diese Darbietungen sind farbenfroh und energiegeladen und zeigen Lebensfreude und Gemeinschaftssinn der Sentani. In den Dörfern erlebt man oft Teile dieser Kultur hautnah und erfährt die Gastfreundschaft der Einheimischen, die stolz darauf sind, ihre Traditionen mit Besuchern zu teilen.