Die Geschichte Siem Reaps ist mit dem Aufstieg und Fall des mächtigen Khmer-Reiches verknüpft, das vom 9. bis zum 15. Jahrhundert weite Teile Südostasiens beherrschte. Die Stadt war das Zentrum einer der größten und fortschrittlichsten Zivilisationen ihrer Zeit, deren Könige mehrere Tempelstädte errichteten, die heute als Angkor bekannt sind. Diese Bauwerke, die sowohl hinduistischen als auch buddhistischen Gottheiten gewidmet waren, zeigen das architektonische und künstlerische Können der Khmer sowie deren komplexe Kosmologie.
Nach dem Niedergang des Reiches im 15. Jahrhundert, möglicherweise aufgrund von Klimawandel, Kriegen oder Überbevölkerung, wurden die Tempel vom Dschungel überwuchert und gerieten weitgehend in Vergessenheit, bis sie im 19. Jahrhundert von französischen Entdeckern 'wiederentdeckt' wurden. Die Restaurierungsarbeiten, die bis heute andauern, haben diese Stätten wieder sichtbar gemacht und sie zu einem UNESCO-Weltkulturerbe gemacht. Die Kultur Kambodschas ist in dieser Vergangenheit verwurzelt und zeigt sich in der Kunst, den Traditionen und dem Alltag der Menschen.
Heute zeigen sich in Siem Reap die Widerstandsfähigkeit und der Geist der Kambodschaner. Trotz der turbulenten jüngeren Geschichte des Landes, einschließlich der Gräueltaten der Roten Khmer, hat sich die Bevölkerung dem Wiederaufbau und der Bewahrung ihrer Kultur verschrieben. Besucher können traditionelle Apsara-Tänze erleben, die die alten Mythen und Legenden erzählen, lokale Handwerkskunst bewundern, die über Generationen weitergegeben wurde, und die herzliche Gastfreundschaft der Menschen genießen, die stolz auf ihr Erbe sind.