Sparta, das in der Antike als Lakedaimon bekannt war, war eine der mächtigsten und einflussreichsten Poleis (Stadtstaaten) des antiken Griechenlands. Im Gegensatz zu Athen, das für seine Demokratie und Philosophie bekannt war, konzentrierte sich Sparta auf eine streng militärische Gesellschaftsordnung. Die spartanische Erziehung, das sogenannte Agoge, formte Jungen von klein auf zu disziplinierten und furchtlosen Kriegern, die ihr Leben dem Staat widmeten.
Die Geschichte Spartas ist geprägt von bedeutenden Konflikten, allen voran die Perserkriege, in denen Sparta eine Schlüsselrolle spielte, insbesondere durch die Schlacht bei den Thermopylen unter König Leonidas. Später führte Sparta den Peloponnesischen Krieg gegen Athen, aus dem es siegreich hervorging und für kurze Zeit die Hegemonie über Griechenland erlangte. Die spartanische Verfassung, die Lykurg zugeschrieben wird, betonte Gleichheit, Einfachheit und das Gemeinwohl über individuellen Reichtum.
Nach seiner Blütezeit verlor Sparta an Macht, blieb aber bis in die römische Zeit von Bedeutung. Die Region Lakonien spielte auch eine wichtige Rolle in der byzantinischen Ära, was sich in der nahegelegenen Ruinenstadt Mystras zeigt. Heute ist Sparta ein Ort, der die Erinnerung an eine Zivilisation bewahrt und die Besucher einlädt, über die Ideale von Mut, Disziplin und Opferbereitschaft nachzudenken.