Die Geschichte der Orkney-Inseln ist tief verwurzelt in prähistorischen Zeiten, was durch mehrere UNESCO-Weltkulturerbestätten wie Skara Brae, den Ring of Brodgar und Maeshowe belegt wird. Diese Megalithanlagen stammen von einer hochentwickelten Zivilisation, die bereits vor über 5000 Jahren auf den Inseln lebte und Bauwerke schuf, deren Zweck und Bedeutung bis heute ungeklärt sind.
Später spielten die Orkneys eine zentrale Rolle in der Wikingerzeit. Von etwa 800 bis ins 15. Jahrhundert waren die Inseln ein wichtiger Stützpunkt der nordischen Seefahrer und Siedler. Die norwegische Herrschaft hat tiefe Spuren in der Kultur, Sprache und den Ortsnamen hinterlassen. Die St. Magnus Kathedrale in Kirkwall, eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Kathedralen Schottlands, ist ein Beispiel dieser Epoche und ein Denkmal für den heiligen Magnus, einen Wikinger-Earl.
In jüngerer Geschichte waren die Orkneys, insbesondere der Scapa Flow, von entscheidender strategischer Bedeutung während beider Weltkriege als Hauptstützpunkt der Royal Navy. Die Überreste versenkter Schiffe und die Churchill Barriers, die nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurden, um die östlichen Zugänge zum Scapa Flow zu schützen, sind sichtbare Spuren dieser Ära. Die Kultur der Orkneys ist von schottischen, nordischen und maritimen Einflüssen geprägt, die sich in Musik, Geschichten und Lebensweise der Insulaner zeigen.