Tétouan, oft als „Die weiße Taube“ Marokkos bezeichnet, ist eine Stadt von historischer Bedeutung, die sich zwischen den Ausläufern des Rif-Gebirges und der Mittelmeerküste erstreckt. Ihre gut erhaltene Medina, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, ist ein Labyrinth aus engen Gassen, traditionellen Souks und kunstvoll verzierten Gebäuden, die an die andalusisch-marokkanische Vergangenheit der Stadt erinnern. Hier umgibt Besucher eine Atmosphäre, die von den Düften exotischer Gewürze, dem Klang geschäftigen Treibens und dem Anblick farbenfroher Handwerkskunst geprägt ist.
Beim Hafenstopp in den nahegelegenen Häfen von Ceuta oder Tanger ist Tétouan ein passendes Ziel für einen Tagesausflug. Die Fahrt durch die nordmarokkanische Landschaft ist bereits ein Erlebnis und führt zu einer Stadt, die sich von den belebteren Metropolen Marokkos abhebt. Tétouan bewahrt einen intimeren Charakter und ermöglicht es Reisenden, in die lokale Kultur einzutauchen, ohne von Touristenmassen überwältigt zu werden.
Die Stadt ist durch ihre andalusischen Wurzeln und die spanische Protektoratszeit geprägt, was sich in der Architektur, der Sprache und den Lebensweisen zeigt. Neben der historischen Medina locken auch die moderne Neustadt, der Königspalast und verschiedene Museen, die einen umfassenden Einblick in die Geschichte und Kunst dieser Region bieten.