Die Geschichte von The Gobbins hängt eng mit dem Ingenieur Berkeley Deane Wise zusammen, der Anfang des 20. Jahrhunderts die Idee hatte, diesen Klippenabschnitt für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wise, der für die Belfast and Northern Counties Railway arbeitete, sah das touristische Potenzial der rauen Küste und entwarf einen Pfad, der sich mit Brücken, Tunneln und Galerien an die steilen Basaltklippen schmiegte. Eröffnet im Jahr 1902, wurde The Gobbins schnell zu einer beliebten Attraktion, die Besucher aus vielen Ländern anzog und als Leistung der Ingenieurskunst gefeiert wurde.
Nach einer Blütezeit in den frühen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts erlitt der Pfad jedoch im Laufe der Zeit durch Witterungseinflüsse und mangelnde Wartung Schäden. Die Wirren der Weltkriege und wirtschaftliche Schwierigkeiten führten schließlich zur Schließung im Jahr 1954. Für Jahrzehnte lag The Gobbins brach, seine Strukturen verfielen, und die Natur holte sich das Terrain langsam zurück. Doch die Erinnerung an dieses Bauwerk blieb bestehen und der Wunsch nach seiner Wiederherstellung wuchs.
Im Jahr 2011 begann ein Restaurierungsprojekt, das darauf abzielte, den Pfad in seiner ursprünglichen Gestalt wiederherzustellen, aber mit modernen Sicherheitsstandards. Nach vier Jahren intensiver Arbeit, bei der viele der ursprünglichen Designs von Wise berücksichtigt wurden, wurde The Gobbins im Jahr 2015 feierlich wiedereröffnet. Heute ist der Pfad ein Beispiel für menschliche Ingenieurskunst und den Respekt vor der Natur, der es Besuchern ermöglicht, die Küstenlandschaft Nordirlands auf eine Weise zu erleben.