Samoa blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, die in den mündlichen Überlieferungen und der "Fa'a Samoa", der samoanischen Lebensweise, verwurzelt ist. Die ersten Siedler erreichten die Inseln vor über 3.000 Jahren und brachten ihre Kultur, Sprache und soziale Struktur mit. Die traditionelle Gesellschaft ist stark von Familie (Aiga), Dorf (Nu'u) und der Rolle des Matai (Häuptling) geprägt, die bis heute eine zentrale Rolle im Alltag spielen. Respekt vor Älteren und Gemeinschaftssinn sind Eckpfeiler dieser Kultur.
Im 18. Jahrhundert kamen die ersten europäischen Entdecker, gefolgt von Missionaren und Kolonialmächten. Samoa wurde zum Schauplatz von Rivalitäten zwischen Deutschland, Großbritannien und den USA, was schließlich zur Teilung der Inseln führte. Westsamoa (das heutige Samoa) wurde zunächst deutsches Protektorat, dann neuseeländisches Mandatsgebiet, bis es 1962 als erster pazifischer Inselstaat seine Unabhängigkeit erlangte. Diese Geschichte hat Spuren in der Architektur und den politischen Strukturen hinterlassen, doch der Kern der samoanischen Identität blieb unversehrt.
Die samoanische Kultur ist lebendig und wird durch Musik, Tanz (wie den Siva), traditionelle Tätowierungen (Tatau) und Kunsthandwerk ausgedrückt. Besucher haben oft die Möglichkeit, an traditionellen Zeremonien teilzunehmen oder Aufführungen zu erleben, die die Geschichten und Legenden der Inseln erzählen. Die samoanische Sprache, Samoanisch, ist eng mit anderen polynesischen Sprachen verwandt und wird neben Englisch gesprochen. Verständnis und Respekt für die "Fa'a Samoa" bereichern jeden Besuch auf diesen Inseln.