Transsilvanien, das Land jenseits der Wälder, hat eine oft wechselvolle Geschichte, die von römischen Eroberern, sächsischen Siedlern, ungarischen Königen und osmanischen Angriffen geprägt wurde. Über Jahrhunderte vermischten sich in der Region verschiedene Kulturen, was sich in der Architektur, den Traditionen und der Sprache zeigt. Besonders prägend war die Ansiedlung der Siebenbürger Sachsen im Mittelalter, die befestigte Kirchen und blühende Handelsstädte wie Brașov (Kronstadt), Sibiu (Hermannstadt) und Sighișoara (Schäßburg) errichteten, die bis heute ihren mittelalterlichen Charakter bewahrt haben.
Die kulturelle Identität Transsilvaniens hängt eng mit dem Dracula-Mythos zusammen, der durch Bram Stokers Roman populär wurde. Obwohl die historische Figur Vlad III. Drăculea, auch bekannt als Vlad der Pfähler, tatsächlich in dieser Region lebte und für seine Grausamkeit berüchtigt war, ist die Verbindung zu Schloss Bran eher eine touristische Erfindung. Dennoch trägt diese Legende maßgeblich zur Anziehungskraft der Region bei und lockt jährlich viele Besucher an, die auf den Spuren des Vampirfürsten wandeln möchten.
Transsilvanien ist ein Ort von großer historischer Bedeutung für Rumänien. Es war lange Zeit Teil des Königreichs Ungarn und später der Habsburgermonarchie, bevor es nach dem Ersten Weltkrieg an Rumänien fiel. Diese Geschichte hat eine kulturelle Mischung hinterlassen, die sich in den verschiedenen Baustilen, den traditionellen Festen und der Gastfreundschaft der Menschen zeigt.