Die Urnes Stabkirche ist ein Bauwerk mit langer Geschichte. Ihre Ursprünge reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, wobei Teile einer älteren Kirche aus dem 11. Jahrhundert, das sogenannte 'Urnes-Portal', in den heutigen Bau integriert wurden. Dieses Portal ist berühmt für seine komplexen Schnitzereien, die den 'Urnes-Stil' prägten – eine späte Phase des Wikingerstils, die nordische Mythologie mit christlichen Elementen verschmilzt.
Die Kirche selbst ist ein Bauwerk der Holzarchitektur, erbaut ohne Nägel, nur durch ausgeklügelte Zapfenverbindungen. Sie zeigt die hohe Handwerkskunst der Wikingerzeit und den Übergang Norwegens zum Christentum. Die Innenräume sind schlicht, aber eindrucksvoll, mit weiteren Holzschnitzereien und einem Altarbild aus dem 17. Jahrhundert. Ein Besuch gibt Einblick in die religiöse und künstlerische Entwicklung Norwegens.
Die Region des Lustrafjords hat ebenfalls eine reiche Geschichte, geprägt von Landwirtschaft, Fischerei und dem harten Leben in den Fjordtälern. Die Nähe zum Sognefjord, einem der längsten Fjorde der Welt, machte die Gegend zu einem wichtigen Handelsweg. Die Landschaft selbst erzählt Geschichten von Gletschern, die die Täler formten, und von Menschen, die sich an diese raue Umgebung anpassten.