Utstein Kloster hat eine reiche Geschichte, die bis ins Mittelalter reicht. Ursprünglich im 13. Jahrhundert als Augustinerkloster gegründet, war es das einzige Kloster in Norwegen, das nach der Reformation erhalten blieb und später als königliche Residenz diente. Seine strategische Lage auf Mosterøy machte es zu einem wichtigen Zentrum sowohl für religiöse als auch für weltliche Macht. An der Architektur sind verschiedene Epochen erkennbar, von romanischen bis zu gotischen Elementen, und sie zeigt seine lange Nutzung und Anpassung.
Die Insel Mosterøy selbst hat ebenfalls eine lange Besiedlungsgeschichte, die bis in die Wikingerzeit zurückreicht. Es wird angenommen, dass die Gegend um Utstein ein wichtiger Versammlungsort für Wikingerkönige war, bevor das Kloster errichtet wurde. Die Geschichte des Klosters ist mit der norwegischen Geschichte verbunden, von der Christianisierung bis zur Reformation und darüber hinaus. Es diente als Bildungseinrichtung, landwirtschaftliches Zentrum und später als Herrenhaus.
Heute ist Utstein Kloster ein Museum und ein Ort der Besinnung, der Besuchern einen Einblick in das mittelalterliche Leben und die norwegische Kulturgeschichte bietet. Die gut erhaltenen Gebäude, darunter die Kirche, der Kapitelsaal und die Schlafsäle, machen die Vergangenheit anschaulich. Regelmäßige Ausstellungen und Veranstaltungen tragen dazu bei, das kulturelle Erbe des Klosters zu bewahren und zugänglich zu machen.