Die Geschichte von Volendam und Edam ist in der maritimen Tradition und dem Handel verwurzelt, die das Leben in Nordholland über Jahrhunderte prägten. Volendam, ursprünglich ein Hafen für Edam, entwickelte sich zu einem eigenständigen Fischerdorf, das seine katholische Identität und seine Traditionen, wie die Tracht, bis heute bewahrt hat. Die Abgeschiedenheit durch die ehemalige Zuiderzee trug dazu bei, dass sich hier eine eigene Kultur entwickelte, die Künstler anzog und inspirierte.
Edam blickt auf eine längere Geschichte zurück, insbesondere als bedeutendes Handelszentrum im 17. Jahrhundert. Die Stadt erhielt bereits im Jahr 1357 Stadtrechte und war nicht nur für ihren Käse, sondern auch für den Schiffbau und den Holzhandel bekannt. Die zahlreichen historischen Gebäude, die Grachten und die alten Schleusen zeigen noch heute Edams Blütezeit als wohlhabende Handelsstadt, deren Einfluss weit über die Grenzen Hollands hinausreichte.
Beide Orte zeigen, wie die Niederländer Land dem Meer abgewinnen und sich an die Wasserlandschaft anpassen. Die Polderlandschaft, in die sie eingebettet sind, zeigt Ingenieurskunst und Fleiß der Niederländer.