Das Yen Tu Gebirge ist das Herzstück des vietnamesischen Truc Lam Zen-Buddhismus, einer buddhistischen Schule, die im 13. Jahrhundert von König Tran Nhan Tong gegründet wurde. Nach einer erfolgreichen Herrschaft, in der er das Land gegen die mongolischen Invasionen verteidigte, dankte der König ab und zog sich in das Yen Tu Gebirge zurück, um ein Leben als Mönch zu führen. Er vereinte die verschiedenen buddhistischen Strömungen Vietnams zu einer einzigen, nationalen Zen-Schule, die bis heute von großer Bedeutung ist.
Unter der Führung von König Tran Nhan Tong, der später als Buddha König bekannt wurde, entwickelte sich Yen Tu zu einem Zentrum des Buddhismus mit vielen Pagoden, Schreinen und Klöstern, die sich über die bewaldeten Hänge verteilten. Die Pilgerpfade, die sich den Berg hinaufschlängeln, wurden von Generationen von Gläubigen beschritten, die hier Erleuchtung und spirituelle Reinigung suchten. Die Architektur der Pagoden spiegelt oft die vietnamesische Bauweise wider, kombiniert mit buddhistischen Symbolen und Statuen.
Auch nach dem Tod des Königs blieb Yen Tu ein wichtiger Pilgerort und ein Symbol für die Einheit von Staat und Religion in Vietnam. Trotz der Zerstörungen durch Kriege und die Zeit wurden viele der Tempel und Schreine restauriert und bewahrt, sodass Besucher heute noch die spirituelle Atmosphäre und die historische Bedeutung dieses Ortes erleben können.