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Segelkreuzfahrt: Kreuzfahrt unter weißen Segeln

Segelkreuzfahrt erklärt: Wie oft gesegelt wird, ob Sie mithelfen dürfen, wie sich Seegang anfühlt, für wen sich ein Großsegler eignet und was Sie einpacken sollten.

Segelkreuzfahrt: Kreuzfahrt unter weißen Segeln

Foto: Sea Cloud Cruises / media-library

Stand 10/2026

Was ist eine Segelkreuzfahrt?

Auf einer Segelkreuzfahrt reisen Sie auf einem Schiff, das vom Wind angetrieben wird. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht: Viele Schiffe tragen Segel eher als Dekoration und fahren fast immer mit Motor. Auf einem echten Großsegler dagegen bestimmt der Wind den Tag. Die Crew setzt die Segel von Hand, und die Route wird so geplant, dass das Schiff möglichst viel Zeit unter Segeln verbringt.

Großsegler sind klein. An Bord sind meist zwischen 60 und 150 Gäste, auf großen Kreuzfahrtschiffen sind es mehrere Tausend. Entsprechend anders ist das Bordleben: kein Theater, kein Casino, kein Wasserpark. Dafür Wind, Wasser und ein Deck, auf dem Sie zusehen, wie über Ihnen tausende Quadratmeter Segeltuch stehen.

Großsegler, Bark, Vollschiff: Die Begriffe kurz erklärt

  • Großsegler oder Windjammer nennt man große, traditionell getakelte Segelschiffe.
  • Eine Bark hat mehrere Masten. Die vorderen tragen rechteckige Rahsegel, der hinterste trägt Schratsegel, die längs zum Schiff stehen. Die SEA CLOUD II ist eine Dreimastbark.
  • Ein Vollschiff trägt an allen Masten Rahsegel. Die SEA CLOUD SPIRIT ist ein Dreimast-Vollschiff mit 28 Segeln.
  • Motorsegler sehen ähnlich aus, segeln aber mit computergesteuerten Segeln und fahren häufiger unter Maschine. Das ist bequem, aber ein anderes Erlebnis.

Wie oft wird wirklich gesegelt?

So oft der Wind es zulässt. Sea Cloud Cruises nennt als Ziel mindestens einen halben Tag unter Segeln pro Reisetag. Im Tagesprogramm steht dann etwa „Je nach Wind: Vormittag unter Segeln“. Bei Flaute, Gegenwind oder wenn ein Hafen pünktlich erreicht werden muss, läuft der Motor. Auf Atlantiküberquerungen wird oft auch nachts gesegelt.

Planen Sie deshalb etwas Gelassenheit ein. Ein Großsegler hält sich an den Wind, nicht der Wind an den Fahrplan. Reihenfolge oder Zeiten der Häfen können sich ändern.

Dürfen Sie mit anpacken?

Ja, und viele Gäste tun das gern. Wenn die Segel gesetzt werden, dürfen Sie Leinen durchholen, beim Brassen der Rahen helfen oder Tampen aufschießen. Bis alle Segel stehen, vergeht fast eine Stunde. Wer schwindelfrei und fit ist, kann nach einem kurzen Gesundheitscheck und gesichert mit Klettergurt bis zur ersten Plattform in rund 14 Metern Höhe aufentern. Tagsüber ist die Brücke nach Absprache mit dem Kapitän zugänglich.

Niemand muss mithelfen. Sie können das Segelsetzen genauso gut mit einem Kaffee vom Deck aus beobachten.

Wie fühlt sich der Seegang an?

Viele erwarten, dass ein Segelschiff stärker schaukelt als ein großes Kreuzfahrtschiff. Unter Segeln ist oft das Gegenteil der Fall: Der Wind drückt in die Segel und stützt das Schiff, die Bewegung wird ruhiger und gleichmäßiger. Dafür liegt das Schiff leicht schräg. Diese Schräglage heißt Krängung und gehört zum Segeln dazu.

Spürbarer wird es bei Dünung und Fahrt unter Motor. Die Schiffe sind klein: Die SEA CLOUD II hat 3.849 BRZ, die SEA CLOUD SPIRIT 5.431 BRZ, ein großes Kreuzfahrtschiff hat das Zwanzig- bis Fünfzigfache. Wenn Sie leicht seekrank werden, wählen Sie Reisen in geschützten Revieren wie der Karibik zwischen den Inseln oder der Adria, eine Kabine mittschiffs auf einem unteren Deck und verzichten Sie zunächst auf eine Atlantiküberquerung.

Für wen eignet sich eine Segelkreuzfahrt?

Gut geeignet für

  • Paare, die Ruhe, Stil und besondere Momente suchen. Sonnenuntergänge unter Segeln und das Captain’s Dinner machen die Reise zu etwas Besonderem. Auf den Sea-Cloud-Schiffen kann man sich sogar rechtsgültig vom Kapitän trauen lassen.
  • Alleinreisende. Bei wenigen Gästen, einer gemeinsamen Essenszeit mit freier Platzwahl und dem gemeinsamen Segelsetzen kommt man schnell ins Gespräch. Die SEA CLOUD SPIRIT hat zwei echte Einzelkabinen.
  • Neugierige ohne Segelerfahrung. Sie müssen nichts können, die Crew erklärt alles.
  • Genießer, die regionale Küche und Wein zum Essen schätzen.

Weniger geeignet für

  • Gäste mit eingeschränkter Mobilität oder im Rollstuhl. Die Gangway kann je nach Wasserstand steil sein, viele Häfen werden mit Tender oder Schlauchboot angefahren, die SEA CLOUD II hat keinen Lift. Barrierefreie Kabinen gibt es nicht.
  • Familien mit kleinen Kindern. Es gibt keine Kinderbetreuung und kein Kinderprogramm. Mit segelbegeisterten Jugendlichen kann eine Reise dagegen ein großes Erlebnis sein.
  • Alle, die Shows, Nachtleben, große Pools oder viel Auswahl an Restaurants erwarten.

Wie sieht ein Tag an Bord aus?

Der Tag beginnt mit einem kleinen Frühaufsteher-Frühstück an der Bar und einem großen Frühstück im Restaurant. Mittags gibt es meist ein Buffet an Deck. Gegessen wird in einer Sitzung, abends serviert die Küche ein mehrgängiges Menü. Vorträge von Lektoren bereiten Sie auf die Ziele vor. Abends spielt ein Pianist oder legt ein DJ auf.

Viele Häfen sind klein, manche Ziele sind nur Ankerbuchten. Mit Zodiacs, also festen Schlauchbooten, geht es an Strände, von der Badeplattform direkt ins Meer. Schnorchelausrüstung und Stand-up-Paddles sind an Bord.

Was sollten Sie einpacken?

  • Rutschfeste Schuhe mit heller Sohle für das Deck
  • Leichte Kleidung für tagsüber, abends stilvoll-leger; für das Captain’s Dinner Anzug oder Kombination, Cocktailkleid oder Hosenanzug
  • Eine winddichte Jacke, auch im Süden: Unter Segeln weht es
  • Badesachen und Sonnenschutz für Schwimmstopps
  • Wenig Gepäck in weichen Taschen, die Kabinen sind kompakt
  • Bei Neigung zur Seekrankheit vorsorglich ein Mittel nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt

Wo und wann wird gesegelt?

Im Sommer segeln die Großsegler im Mittelmeer: Griechenland, Türkei, Kroatien, Italien, Korsika, Sardinien, die Balearen und die Côte d’Azur. Im Frühjahr und Herbst kommen die Kanaren, Marokko, die Azoren und die Atlantikküste dazu. Im November überqueren die Schiffe den Atlantik, im Winter geht es durch die Karibik, zu den Grenadinen und nach Mittelamerika mit Panamakanal und Costa Rica.

Die Reisen dauern meist sieben bis zehn Nächte. Kurzreisen mit drei oder vier Nächten eignen sich zum Ausprobieren, die Atlantiküberquerung dauert 16 bis 17 Nächte.

Segelkreuzfahrten bei Kreuzfahrt-Experten

Bei uns finden Sie die Großsegler von Sea Cloud Cruises: die SEA CLOUD II, eine klassische Dreimastbark für 94 Gäste, und die SEA CLOUD SPIRIT, ein modernes Vollschiff für 136 Gäste mit Balkonkabinen, Spa und Lift. Auf den Schiffsseiten finden Sie Kabinen, Ausstattung und die aktuellen Termine.

Fazit

Eine Segelkreuzfahrt ist langsamer, kleiner und näher an der Natur als eine klassische Kreuzfahrt. Sie tauschen Shows und Pools gegen Wind, Ankerbuchten und das Geräusch der Segel. Wer das sucht und gut zu Fuß ist, erlebt eine der schönsten Arten, auf dem Meer zu reisen.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft. Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben der jeweiligen Reederei bzw. des Reiseveranstalters.

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